16. Sechzig München - SC Paderborn 07

2. Bundesliga, 16. Spieltag / 27.11.2012 - 18:00 Uhr / 1:0 (1:0)

Im Zusammenhang einer seit einem Jahr laufenden medialen und politischen Kampagne gegen Fußballfans und aktive Fanszenen, unterstützt durch spektakuläre Ereignisse wie Dortmund gegen Dresden, Düsseldorf gegen Hertha oder Karlsruhe gegen Regensburg kam es in Folge der jüngeren Entwicklungen zu der Erarbeitung eines Pamphlets durch eine vom Ligaverband ins Leben gerufene „Kommission Sicherheit“. Das Zustandekommen und die inhaltliche Ausrichtung dieses Schriftstücks haben von unserer Seite das Fass zum Überlaufen gebracht. Deshalb haben wir uns darauf geeinigt, gemeinsam unsere Ablehnung zu demonstrieren. (Quelle: http://www.12doppelpunkt12.de/hintergrund/)

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Dennoch stand der Spieltag unter einem besonderen Vorzeichen, da die fanszenen übergreifende „12:12 Ohne Stimme – Keine Stimmung“ Kampagne gestartet wurde. So hieß es für einen Großteil unserer Gruppe möglichst früh aus Arbeit, Uni oder Schule abzuhauen, um die Vorkehrungen für den 12 Minuten und 12 Sekunden dauerenden Stimmungsboykott zu treffen. Neben der Verteilung von Infoplakaten und Flyern überhingen wir den Zaun im 130er und das Mittelrangbanner mit schwarzer Tapete und der Support wurde in den ersten 12 Minuten und 12 Sekunden eingestellt. Mit dieser Maßnahme soll DFB, DFL und der Politik deutlich aufgezeigt werden, wie die Stimmung und Atmosphäre in deutschen Stadien aussehen könnte, wenn die bestehende Fankultur durch Konzepte und Maßnahmen, wie dem „Sichere Stadionerlebnis“, stark eingeschränkt oder sogar zerstört würde. (Quelle: zuGaBe 25)

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Sportlich versinkt der TSV 1860 München im Mittelmaß, nun gibt es auch noch Knatsch bei der Trainersuche bei den „Löwen“. Investor Ismaik will offenbar Startrainer Sven-Göran Eriksson als neuen Coach verpflichten – der Vorstand stellt sich jedoch quer. Die Vereinsführung des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München steht den Plänen des Investors Hasan Ismaik weiterhin kritisch gegenüber. Der Geldgeber aus Jordanien würde bei den „Löwen“ am liebsten den ehemaligen englischen Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson als neuen Coach installieren. „Damit, dass ich einen weltbekannten Trainer habe, habe ich noch lange nicht den Erfolg“, sagte Präsident Dieter Schneider am Dienstag vor dem Heimspiel des TSV 1860 gegen den SC Paderborn im Pay-TV-Sender „Sky“. Eine Verpflichtung von Eriksson würde einen „Strategiewechsel“ bedeuten, erklärte Schneider, der zudem auf die hohen Kosten einer solchen Lösung hinwies. Dass Eriksson seit einigen Partien offenbar im Auftrag von Ismaik als Beobachter auf der Tribüne sitzt, sehe er aber „relativ entspannt“, versicherte Schneider: „Wenn er für Herrn Ismaik ein Bild der Mannschaft zeichnet, ist das in Ordnung.“ (Quelle: http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga2/star-trainer-bei-den-loewen-sven-goeran-eriksson-sorgt-bei-1860-muenchen-fuer-stress_aid_869743.html)

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Wir fühlen uns sicher. Ihr auch? Seit Monaten überschlagen sich die Diskussionen und Berichte und wir stehen staunend daneben: Angeblich herrschen im deutschen Fußball Gewalt und Anarchie, ist der Stadionbesuch inzwischen ein gefährliches Abenteuer. Angeblich erlebt unser aller Lieblingssport eine nie dagewesene Dimension von Ausschreitungen. Wirklich? Warum bekommen wir als Fußballfans und regelmäßige Stadiongänger davon dann kaum etwas mit? Tatsächlich ist der Stadionbesuch heute nicht gefährlicher als vor fünf, zehn oder dreißig Jahren, ganz im Gegenteil! So viele Zuschauer wie niemals zuvor strömen in die Bundesligastadien und darunter befinden sich auch immer mehr Familien mit ihren Kindern, die offenbar vor allem eines eint: Sie haben gar keine Angst. Wie sieht es mit Euch aus? Habt Ihr auch keine Angst? Dann lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen gegen skandalisierende und übertreibende Berichterstattung! Lasst uns ein Zeichen setzen gegen die realitätsfernen Angstszenarien, die die Diskussion beherrschen! Lasst uns ein Zeichen setzen gegen absurde Maßnahmenvorschläge aus der Politik! Lasst uns allen voran den Innenpolitikern als Petition mit auf den Weg geben, dass ein Großteil ihrer Wähler nicht einverstanden sind mit dem, was dort gerade geschieht. Lasst uns ihnen und unseren Vereinen und Verbänden demonstrieren, dass wir unsere Spielstätten und den Fußball lieben, so wie sie sind. Dass wir Wochenende für Wochenende keineswegs ängstlich das Stadiontor durchschreiten. (Quelle: http://www.ich-fuehl-mich-sicher.de/)

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